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März 2017

Di. 07.3.17 | allgemeine Meldung

Streunende Füchse und Wildtiere

Streunende Füchse und Wildtiere in Privatgärten und im öffentlichen Bereich

Vorbemerkung:

Aufgrund verschiedener Hinweise und besorgter Anrufer hat sich der Bürgermeister in dieser Sache an das Landratsamt Tuttlingen gewandt und nachstehende Merkblatt übermittelt bekommen: Füchse im Wohngebiet - was tun?

In den letzten Jahren häufen sich Beobachtungen von Wildtieren in Wohngebieten. Manche Menschen begegnen den neuen Nachbarn mit Interesse. Viele fühlen sich aber belästigt und bedroht, wenn mitten im Wohngebiet ein Fuchs, ein Marder, ein Wildschwein oder gar ein Waschbär auftaucht, wenn Kleintiere verschwinden, Kadaverteile, Eierschalen und Fuchskot auf dem Rasen liegen oder im Garten Löcher gegraben werden. Dabei zeigen Füchse und Waschbären oft wenig Scheu.

Füchse sind sehr anpassungsfähig. Sie breiten sich zunehmend in menschlichen Siedlungen aus, weil sie hier die drei wesentlichen Dinge finden, die sie brauchen: Nahrung im Überfluss, sichere Schlafplätze und sichere Wurfbauten für die Welpen. Dabei ist dies kein „Umzug vom Wald in die Stadt“. Vielmehr erschließt der Fuchs menschliche Ansiedlungen als zusätzliche Lebensräume. Aufgrund der günstigen Lebensbedingungen leben in der Stadt oft wesentlich mehr Füchse als auf einer gleich großen Fläche auf dem Land. Stadtfüchse haben vielfach nur wenig Scheu vor Menschen, mit denen sie kaum negative Erfahrungen machen. Trotzdem fallen sie oft nicht auf, da zumindest die erwachsenen Tiere überwiegend nachtaktiv sind.

Wildtiere sind herrenlos, d.h. sie gehören niemandem. Die Jagd auf Wildtiere erfolgt grundsätzlich nur in Jagdbezirken auf land-, forst- und fischereiwirtschaftlich nutzbaren Flächen. Außerhalb dieser Flächen, in den sogenannten „befriedeten Bezirken“, das sind Wohngebiete, Grünanlagen, Friedhöfe, Gärten etc., ist die Jagdausübung aus Sicherheitsgründen grundsätzlich verboten. In den befriedeten Bezirken ist der Grundstückseigentümer für sein Grundstück verantwortlich.

Das Nahrungsspektrum des Fuchses ist sehr breit:

Das Problem ist vorrangig an den Ursachen anzugehen. Dabei muss man grundsätzlich betonen, dass es nicht möglich ist, ein so anpassungsfähiges Wildtier wie den Fuchs gänzlich aus dem Siedlungsgebiet herauszuhalten. Jedoch kann jeder der Vermehrung der Bestände und weiteren Neuansiedlungen entgegenwirken, denn viele Ursachen sind hausgemacht. Grundvoraussetzung ist, jegliche Fütterung zu unterlassen und die Anlage von Bauen zu unterbinden und zwar noch vor der Paarungszeit im Januar/Februar.

Beachten Sie daher bitte folgende Verhaltensregeln:

• Hunde und Katzen, wenn überhaupt, dann nur unter Aufsicht im Freien füttern und danach sämtliche (!) Reste wegräumen.
• Komposthaufen, auf denen Küchenabfälle entsorgt werden, und Abfalleimer unbedingt stabil abdecken. (Speisereste gehören in den Biomülleimer)
• Nach der Gartenparty alles Fressbare noch aufräumen, bevor es der Fuchs tut.
• Fuchsbaue im Siedlungsbereich noch im Herbst verschließen, wenn der Bewohner gerade unterwegs ist.
• Kleintiere sicher einzäunen und nachts in stabilen Ställen unterbringen.
• Zu aufdringliche Füchse mit „Krachmachern“ wie z.B. einer Rasselbüchse verscheuchen.
Wichtig: Nicht in die Enge treiben, sondern immer einen Fluchtweg lassen!
• Grundstück, Gemüsegarten oder das Spielgelände dicht einzäunen und dabei auf mögliche Untergrabungen achten. Gemüse, Beeren oder Fallobst aus einem nicht „fuchssicheren“ Garten vor dem Essen gründlich waschen. Durch Kochen werden die Eier des Fuchsbandwurms zuverlässig zerstört, wohingegen Einfrieren sie nicht abtötet. Fuchskot mit umgestülpten Plastiktüten entfernen und über den Restmüll entsorgen.
• Hunde und Katzen regelmäßig auch gegen Bandwürmer entwurmen. (Wirkstoff: Praziquantel)

Bei Problemen mit Wildtieren im befriedeten Bezirk sind zuständig:

 Kreisjagdamt beim Landratsamt Tuttlingen Tel: 07461/926-5215

 Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz beim Landratsamt Tuttlingen Tel: 07461/926-5402

Stand: 30.09.2010

Hinweis:
Oftmals sind Füchse mit artentypischen Krankheiten befallen; bei äußerlich erkennbaren Erkrankungen bzw. Veränderungen, vor allem bei Zutraulichkeit ist erhöhte Vorsicht geboten.


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