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Auf einen Blick

Was erledige ich wo?

Personalausweis
vorläufiger Personalausweis


Manuela Schutzbach
: manuela.schutzbach@balgheim.de
Katja Heß
: katja.hess@balgheim.de
Tel. 07424 940009-10

Notwendige Unterlagen
- bisheriger amtlicher Lichtbildausweis (Reisepass oder Personalausweis, Kinderausweis) – sofern vorhanden
- ein aktuelles Lichtbild im Passformat 45 x 35 mm biometrisch (Fotostudios wissen darüber Bescheid)
- gegebenenfalls aktuelle Geburtsurkunde oder aktuelle Abschrift aus dem Familienbuch

Ablauf

Der Personalausweis wird nur auf Antrag ausgestellt. Sie müssen den Antrag persönlich bei der Personalausweisbehörde stellen, in der Sie mit Ihrer Hauptwohnung gemeldet sind. Bei Jugendlichen, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, erfolgt die Beantragung durch beide Elternteile, wenn ihnen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht. Das persönliche Erscheinen des Jugendlichen ist auch in diesem Fall erforderlich, da dessen Identität immer geprüft werden muss.

Bei der Beantragung müssen Sie schriftlich erklären, ob Ihre Fingerabdrücke auf dem Ausweis-Chip gespeichert werden sollen. Kindern unter sechs Jahren werden keine Fingerabdrücke abgenommen. Kinder müssen eine Unterschrift leisten, wenn sie zum Zeitpunkt der Beantragung des Ausweises 10 Jahre oder älter sind.

Hinweis:
Der Personalausweis wird zentral von der Bundesdruckerei in Berlin, der vorläufige Personalausweis von der Personalausweisbehörde hergestellt. Bei der Aushändigung des Ausweises müssen Sie schriftlich erklären, ob Sie den elektronischen Identitätsnachweis nutzen wollen. Soll er nicht genutzt werden, wird die Funktion ausgeschaltet. Bei Jugendlichen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht 16 Jahre alt sind, wird die Funktion vom Ausweishersteller vor Aushändigung des Ausweises ausgeschaltet. Der elektronische Identitätsnachweis kann während der Gültigkeitsdauer des Personalausweises auf Antrag jederzeit ein- oder ausgeschaltet werden.

Wenn Sie den neuen Personalausweis beantragt haben, erhalten Sie mit der Post eine Geheimnummer, eine Entsperrnummer und das Sperrkennwort. Wenn Sie den elektronischen Identitätsnachweis nutzen wollen, benötigen Sie diese Angaben zur Nutzung, Sperrung und Entsperrung des elektronischen Identitätsnachweises.

Die Bearbeitungsdauer beträgt ungefähr drei bis vier Wochen. Ein vorläufiger Personalausweis wird Ihnen sofort ausgestellt


Gebühren
- Antragstellende Person ab 24 Jahren: 28,80 Euro
- Antragstellende Person unter 24 Jahren: 22,80 Euro
- Erstmaliges Einschalten beziehungsweise jedes Ausschalten der Online-Ausweisfunktion bei der Ausgabe oder bei der Vollendung des 16. Lebensjahres und Ändern der Transport-PIN in eine persönliche PIN: gebührenfrei
- Nachträgliches Einschalten der Online-Ausweisfunktion: 6 Euro
- Nachträgliches Deaktivieren der Online-Ausweisfunktion: gebührenfrei
- Ändern der PIN (z. B. PIN vergessen): 6 Euro
- Ändern der Anschrift bei Umzügen: gebührenfrei
- Sperren der Online-Ausweisfunktion im Verlustfall: gebührenfrei
- Entsperren der Online-Ausweisfunktion: 6 Euro

Hinweis:
Bei verschiedenen Gebührentatbeständen wird bei Unzuständigkeit oder Bearbeitung außerhalb der Dienstzeit ein Zuschlag von 13 Euro erhoben.


Allgemeine Informationen

Jeder Deutsche, der das 16. Lebensjahr vollendet hat und der Meldepflicht unterliegt oder sich überwiegend in Deutschland aufhält, ist verpflichtet, einen gültigen Personalausweis zu besitzen (Ausweispflicht). Wer einen gültigen Reisepass besitzt, benötigt keinen Personalausweis. Auf Antrag kann ein Personalausweis auch vor Vollendung des 16. Lebensjahres ausgestellt werden. Ebenfalls auf Antrag kann Deutschen, die keine Wohnung in Deutschland haben, ein Personalausweis ausgestellt werden.

Bitte beachten Sie, dass Ausweise und Pässe nicht verlängert werden können. Eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer ist nur bei Kinderreisepässen möglich, die nach dem 1. November 2007 ausgestellt wurden.

Seit dem 1. November 2010 kann der neue Personalausweis im Scheckkartenformat beantragt werden. Er löst den bisherigen Personalausweis ab. Alle alten Personalausweise bleiben bis zu ihrem Ablaufdatum gültig. Ein vorzeitiger Umtausch des alten Personalausweises ist aber jederzeit möglich.

Der neue Personalausweis kann genauso wie bisher als sogenannter Sichtausweis verwendet werden. Daneben bietet er durch einen Ausweis-Chip neue Funktionen. Eine neue Möglichkeit ist der elektronische Identitätsnachweis, auch eID-Funktion (eID = electronic Identity) genannt. Die Daten, die bisher optisch vom Dokument ablesbar waren, sind nun zusätzlich in einem Ausweis-Chip gespeichert. Damit können Sie sich im Internet elektronisch ausweisen, sowohl gegenüber Behörden im E-Government als auch gegenüber privatwirtschaftlichen Dienstleistungsanbietern wie beispielsweise beim Onlinebanking. Die Nutzung der eID-Funktion ist freiwillig und kann auf Ihren Wunsch hin jederzeit durch die zuständige oder ausstellende Personalausweisbehörde ein- oder ausgeschaltet werden. Sie können die eID-Funktion erst ab 16 Jahren verwenden.

Im Chip des neuen Personalausweises sind zukünftig ein Foto und, wenn der Antragsteller dies wünscht, die Fingerabdrücke abgelegt. Diese Funktion wird auch Biometriefunktion genannt. Foto und Fingerabdruck sind nur hoheitlichen Stellen wie Polizei und Grenzbeamten zugänglich.

Die dritte neue Funktion ist die Unterschriftsfunktion, auch Signaturfunktion genannt. Sie wirkt wie eine persönliche, dabei aber digitale Unterschrift. Mit ihr können Verträge, Anträge und Urkunden online unterzeichnet werden, die sonst nur per Schriftform rechtsverbindlich wären. Die Nutzung der Unterschriftsfunktion ist freiwillig. Hierfür müssen Sie ein sogenanntes Signaturzertifikat erwerben. Dieses Zertifikat wird jedoch nicht von den Personalausweisbehörden ausgestellt, sondern von speziellen Dienstleistern (den Signaturanbietern), die nach dem Signaturgesetz (SigG) zugelassen sind. Eine Liste der zugelassenen Signaturanbieter finden Sie auf der Internetseite der Bundesnetzagentur www.nrca-ds.de. Voraussetzung ist aber in jedem Fall, dass die eID-Funktion Ihres Personalausweises eingeschaltet sein muss.

Alle wichtigen Informationen über den neuen Personalausweis finden Sie in der Broschüre „Der neue Personalausweis“, den Sie auf dem Bürgermeisteramt erhalten und auf den Informationsseiten des Bundesinnenministeriums unter www.personalausweisportal.de. Nach wie vor ist der Personalausweis auch ein hoheitliches Dokument, mit dem Sie in viele Länder auch ohne Reisepass einreisen können. 


Gültigkeitsdauer

Die Gültigkeitsdauer des Personalausweises ist vom Alter des Ausweisinhabers abhängig. Vor Vollendung des 24. Lebensjahres gilt der Personalausweis sechs Jahre, ab Vollendung des 24. Lebensjahres zehn Jahre. Bereits vor Ablauf der Gültigkeitsdauer ist ein Personalausweis oder ein vorläufiger Personalausweis ungültig, wenn er eine einwandfreie Feststellung der Identität des Inhabers nicht zulässt oder verändert worden ist oder wenn Eintragungen fehlen oder unzutreffend sind (mit Ausnahme der Angaben über Wohnort und Wohnung).
Achtung: Spätestens einen Monat vor Ablauf der Gültigkeit muss ein neuer Personalausweis beantragt werden. Der Personalausweis reicht in der Regel nicht für die Einreise in Länder außerhalb der Europäischen Union (EU) aus.


Änderungen im Personalausweis

Sind Eintragungen im Ausweis unzutreffend geworden, müssen Sie den Ausweis der zuständigen Stelle vorlegen. Bei Zuzügen und Umzügen innerhalb der Gemeinde und bei Wegzug ins Ausland wird die Anschrift geändert. Eine Änderung der Personalien im Personalausweis (z.B. der Name nach einer Eheschließung) ist nicht möglich. In diesem Fall müssen Sie einen neuen Personalausweis beantragen.


Deutsche, die im Ausland leben (Auslandsdeutsche)

Deutsche mit Hauptwohnung im Ausland können ihren Personalausweis bei der vom Auswärtigen Amt bestimmten Auslandsvertretung, in deren Bezirk sie sich gewöhnlich aufhalten, beantragen oder ändern lassen.
Hinweis: Da die Botschaften und Konsulate noch mit der erforderlichen Technik auszustatten sind, wird die Ausstellung der Personalausweise erst ab dem 1. Januar 2013 möglich sein. Übergangsweise können Auslandsdeutsche vom 1. November 2010 bis zum 31. Dezember 2012 in einer beliebigen innerdeutschen Personalausweisbehörde einen Personalausweis beantragen.


Verlust des neuen Personalausweises / Sperrung

Haben Sie Ihren Personalausweis verloren, sind Sie verpflichtet, den Verlust und gegebenenfalls das Wiederauffinden des Dokumentes unverzüglich bei der Gemeinde anzuzeigen.

Ist bei Ihrem neuen Personalausweis der elektronische Identitätsnachweis (eID-Funktion) eingeschaltet, müssen Sie die Funktion unverzüglich sperren lassen. Dies können Sie telefonisch über die Hotline 0180-1-33 33 33 (3,9 ct/Minute aus dem deutschen Festnetz, aus dem Mobilfunknetz maximal 42 ct/Minute, auch aus dem Ausland erreichbar) veranlassen. Dort werden Sie nach Ihrem Namen, Geburtsdatum und dem Sperrkennwort gefragt. So kann niemand außer Ihnen Ihren Ausweis sperren lassen. Die Online-Ausweisfunktion wird umgehend gesperrt und kann vorerst nicht mehr verwendet werden.

Sollte Ihnen das Sperrkennwort abhanden kommen, können Sie es bei der Personalausweisbehörde erfragen, in der Sie Ihren Ausweis beantragt haben. Hier sind aus Sicherheitsgründen das persönliche Erscheinen und der Nachweis Ihrer Identität notwendig. Als Ausweisinhaber sind Sie zusätzlich verpflichtet, den Verlust Ihres Personalausweises der zuständigen Stelle zu melden.

Sie können die Sperrung auch direkt bei der zuständigen oder ausstellenden Personalausweisbehörde persönlich oder telefonisch veranlassen. Die Personalausweisbehörde leitet sofort die Sperrung ein. Sie wird außerdem die Polizei über den Verlust Ihres Ausweises informieren.

Wird der Personalausweis auch für die elektronische Signatur genutzt, muss die Unterschriftsfunktion separat gesperrt werden. Hierzu müssen Sie sich an den Anbieter wenden, bei dem das Signaturzertifikat erworben wurde.


Vorläufiger Personalausweis

Der vorläufige Personalausweis dient insbesondere dazu, die Zeit bis zur Ausstellung des Personalausweises zu überbrücken. 

Ein vorläufiger Personalausweis kann für eine Gültigkeitsdauer von höchstens drei Monaten ausgestellt und nicht verlängert werden.



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