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Auf einen Blick

Geschichte

Balgheim ist erstmals im Jahr 1113 in einer Archivalie des Klosters St. Peter im Schwarzwald erwähnt. Die Geschichte des Dorfes reicht allerdings noch viel weiter zurück. Merowingerzeitliche Gräber deuten auf eine Ortsgründung im 6. oder 7. Jahrhundert hin. Auf eine Besiedlung der Balgheimer Gemarkung bereits in den vorchristlichen Jahrhunderten weisen mehrere archäologische Fundstellen hin. Der Balgheimer Ortsadel begegnet uns bis um 1500 in den Urkunden. Die Herren von Balgheim, waren Lehensleute der Grafen von Hohenberg und später des Hauses Österreich und spielten in der Gegend eine wichtige Rolle. Die Reichsstadt Rottweil war von 1420 bis 1689 im Besitz der Ortsherrschaft. Danach wechselten die Ortsherren häufig. Zuerst waren es die Streit von Immendingen, danach die von Rost und die von Hornstein, bis schließlich 1789 das Dorf an das Adelshaus von Waldburg-Zeil-Trauchburg überging.

Die landeshoheitlichen Rechte waren bis zu Beginn des 19. Jh. zwischen Österreich und der jeweiligen Ortsherrschaft strittig. 1806 ging der Ort mit allen Hoheitsrechten an Württemberg über. Bis 1938 gehörte Balgheim zum Oberamt Spaichingen, danach zum Landkreis Tuttlingen.

Das in seiner heutigen Gestalt über 300 Jahre alte Schloss, welches noch von der einstigen Herrlichkeit ahnen lässt, wechselte in seiner eigenen Geschichte häufig die Besitzer. Im 16. Jh. begegnen uns Lazarus von Suntheim, ab 1529 die Gut von Sulz; 1546 wird ein Vogt von Balgheim erwähnt. Ab 1540 waren die Reichsstadt Rottweil und das Rottweiler Patriziergeschlecht Möck die Schlossherren und ab dem frühen 18. Jh. das Adelshaus von Waldburg-Zeil-Trauchburg. Seit dem Ende des 17. Jh. waren die Ortsherren zugleich auch die Schlossbesitzer. Fürst Konstantin von Waldburg-Zeil-Trauchburg verkaufte Mitte des 19. Jh. sämtlichen Besitz auf Balgheimer Gemarkung. Das Schloss erwarb im Jahr 1857 der Verein zur Errichtung einer Beschäftigungsanstalt für verwahrloste Kinder katholischer Konfession. Wenige Jahre später wurde eine Fabrik im Schlossgebäude eingerichtet. Heute wird es nach umfassender Renovierung in jüngster Zeit als Wohn- und Gewerbegebäude genutzt und befindet sich im Privatbesitz. Das Schloss bildet zusammen mit der in den Jahren 1702 bis 1709 erbauten Kirche Maria Himmelfahrt, mit dem aus dem frühen 19. Jh. stammenden Rathausgebäude und dem so genannten «Rentamt» einem herrschaftlichen Amtshaus mit Zehntscheuer einen eindrucksvollen historischen Ortskern.


Nach 1880 hatte der Ort 417 Einwohner und blieb bis 1950 ein kleines Dorf mit weniger als 500 Einwohnern; während der letzten Jahre erlebte die Gemeinde ein bemerkenswertes Wachstum. Derzeit liegt die Einwohnerzahl bei mehr als 1000. Im Zuge der Kreis- und Gemeindereform 1970-73 konnte die Selbständigkeit durch die Zuordnung zur Verwaltungsgemeinschaft Spaichingen gesichert werden.


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Haus mit Brunnen

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Kirche mit Ochsenkarren

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